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Jahresbericht und Artikel des laufenden Jahres


Verlängertes Wochenende der Feuerwehr Seddin


Zum Ausgleich für das umfangreiche Engagement der Kameradinnen und Kameraden findet in regelmäßigen Abständen eine gemeinsame selbstorganisierte Reise zusammen mit den Partnerinnen und Partnern statt. Diese Reisen tragen immer wieder dazu bei, das Gemeinschaftsgefühl zwischen den Kameradinnen und Kameraden zu stärken und sind gleichzeitig ein Dankeschön an die Angehörigen, die oft und in verschiedensten Situationen auf ihrer Familienmitglieder verzichten müssen.Drei Jahre nach der letzten Feuerwehrreise ging es Anfang Oktober für die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Seddin auf kleine Reise. Diesmal wurde als Reiseziel erstmalig Deutschland verlassen, denn es ging nach Jelenia Góra (deutsch Hirschberg) im niederschlesischen Polen. Nach der knapp siebenstündigen Anreise und der Ankunft im Hotel wurden zuerst einmal das Hotel und die Umgebung des Hotels erkundet. Einige gingen ins Schwimmbecken des Hotels, andere trafen sich auf einen Kaffee in der Hotellobby und manch andere frischten ihre Vorräte durch einen Besuch im örtlichen Discounter auf. Der geplante rustikale Grillabend musste leider wetterbedingt nach drinnen verlegt werden. Mit musikalischer Untermalung an der Gitarre und Trompete konnte der erste Abend gemütlich ausklingen. Am zweiten Tag blieb nicht viel Zeit zum Ausschlafen. Bereits um halb neun war der Start für den Tagesausflug nach Wrocław (deutsch Breslau) angesetzt. In Begleitung eines Reiseleiters, der bereits während der Fahrt viel zur Geschichte Polens und zur aktuellen politischen Situation erzählte, wurde Wrocław zuerst per Bus erkundet, später dann in Eigenregie zu Fuß. Die vielen gut erhaltenen Kirchen und historischen Gebäude waren sehr beeindruckend. Erst kurz vor Kriegsende Anfang Mai 1945 fanden hier schwere Häuserkämpfe statt, so dass die Stadt noch relativ gut erhalten blieb. Besondere Highlights waren die vielen in der Stadt verteilten Zwerge. Der Reiseleiter erklärte, dass die Oppositionsgruppe „Orange Alternative“ in den 1980er Jahren begann im gesamten Stadtgebiet Zwerge an Häuser und Wände zu malen, um ihren Protest gegen die kommunistische Regierung deutlich zu machen. Seit den 1990er Jahren erinnern im gesamten Stadtgebiet die „Breslauer Zwerge“ an diese Aktionen. Auf dem Rückweg von Wrocław nach Jelenia Góra wurde ein Zwischenhalt an der Friedenskirche in Świdnica (deutschSchweidnitz) gemacht. In Polen wurde in Folge des Westfälischen Friedens drei Friedenskirchen gebaut, die den schlesischen Protestanten gottesdienstliche Versorgung gewährleisteten. Als Ausführungsbestimmungen wurde allerdings festgelegt, dass als Baumaterial nur Holz, Sand, Lehm und Stroh zu verwenden ist. Türme, Glocken und Schulgebäude waren verboten. Als Standort waren nur Gelände außerhalb der Stadtmauern erlaubt und die Kirche musste binnen eines Jahres fertiggestellt werden. Das heute noch erhaltene Ergebnis überzeugt alle Besucherinnen und Besucher als größte Fachwerkkirche Europas. Im Hotel angekommen endete der Tag mit einem gemütlichen Tanzabend. Ein Alleinunterhalter versorgte alle mit Livegesang und aktueller Musik vom Band. Trotz des ereignisreichen Tages und müder Gemüter wurde auch noch ein wenig das Tanzbein geschwungen. Die Tagesplanung für den dritten Tag musste ebenfalls wetterbedingt umgeworfen werden. Aufgrunddes Regenwetters machte ein Ausflug auf die Schneekoppe wenig Sinn. Daher ging es statt auf den Berg in den Berg. In einem nahegelegenen Uran-Bergwerk in Kowary (deutsch Schmiedeberg) werden Führungen angeboten, an der spontan noch teilgenommen werden konnte. Der Weg zum Bergwerk glich jedoch einem kleinen Abenteuer. Des Busfahrers ganze Konzentration war gefragt, alses über enge Brücken und schmale Wege an Abhängen entlang ging. Sichtlich erleichtert wurde das
Bergwerk erreicht.  Der Reiseleiter fungierte dann im Bergwerk als Dolmetscher, da die Führung durch das Bergwerk auf Polnisch erfolgte. Es war sehr ergreifend, wie und unter welchen Arbeitsbedingungen in diesem Bergwerk gearbeitet wurde. Am Abend stand kein Programmpunkt mehr auf dem Plan und so endete der Tag nach dem Abendessen in gemütlicher Atmosphäre in der Hotellobby.   Am vierten Tag wurde die Rückreise angetreten. Dazu gehörte natürlich erst einmal das Kofferpackenund –verladen im Bus und ein abschließendes Gruppenbild. Die Rückroute führte an diesem Tag überGörlitz, wo ein längerer Aufenthalt zur freien Verfügung vorgesehen war. Einige nutzten dies um die Stadt zu erkunden, andere genossen den Sonnenschein bei einer Tasse Kaffee. Die Stadt Görlitz beeindruckte genauso wie Wrocław durch die gut erhaltene historische Altstadt, in der noch alle Baustile der verschiedenen Kunstepochen erkennbar sind. Mit diesem imposanten Aufenthalt fand die Feuerwehrreise einen wunderschönen Abschluss.Ein besonderer Dank geht an unsere Kameradin Edelgard, die diese Reise erneut organisiert hat. Wir freuen uns schon auf die nächste Fahrt. Sicherlich gehört nicht nur eine schöne Feuerwehrreise zum Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr, aber wenn Sie Interesse an dem vielseitigen Tätigkeitsfeld der Feuerwehr haben, schauenSie doch einfach mal mittwochs ab 19 Uhr in der Feuerwehr Seddin vorbei und lassen Sie sich von unsberaten.


Manuela Liebig

Für die Feuerwehr Seddin


 

 

 

 

 

 

 

Kontakt:

Freiwillige Feuerwehr Seddin
Hauptstaße 18
14554 Seddiner See  

Tel: 033205 / 46512